Ein Christkind besonderer Art…

Schnee räumen Löffler bei Vogelschmiede Nähe Bergrasthaus Herchenhain Unser diesjähriges Christkind

Abräumem – Wegräumen – Aufräumen

Lang ist es her, dass man hier oben im Vogelsberg so viel Schnee gesehen hat. Früh hat sich der Wintereinbruch eingestellt und lang war sein Atem.

Fünf Wochen hat er uns fest im Griff gehabt. Kaum ein Tag verging an dem kein Schnee viel. So wuchs die weiße Pracht Zentimeter um Zentimeter. Des einen Freud ist des anderen Leid. Für den zuständigen Räumdienst, die Familie Löffler aus Ilbeshausen, war es mehr als eine Herausforderung.

Wohin nur mit diesen Massen an Schnee. Räumen ist eine Sache, aber irgendwann ist es mit dem Wegschieben alleine nicht getan. Da zeigt sich die langjährige Erfahrung von Herrn Löffler, der mit seinen 64 Jahren alles daran gesetzt hat, den Anwohnern und Wintersportlern einen ungehinderten Zugang zu ihren Aktivitätsstandorten zu ermöglichen.

Zuletzt hatte er am vergangenen Wochenende hier auf der Herchenhainer Höhe mit einem Spezialfahrzeug in einer dreistündigen Aktion ab 7 Uhr morgens den gesamten Schnee der sich auf den entlang der Zufahrtsstraße befindlichen Parkplätzen befand auf die darüber befindliche Wiese verfrachtet. Alles nur damit die Anreisenden ab Skiliftöffnung um 10 Uhr ungehindert parken konnten.

Natürlich hat er auf Anfrage auch bei uns die Zufahrt geräumt und das jedes Mal aufs Neue ohne Aufforderung. Jede noch so kleine ungenutzte Ecke wurde mit Schnee zugepackt. Nicht immer zur Freude der Anwohner, die teilweise wenig Verständnis für die durchgeführten (Weg-)Räummaßnahmen hatten, als wäre er für die Massen allein verantwortlich.

Ein schwerer Job und sicherlich hätte keiner mit ihm tauschen wollen. Wie oft wurde er in den letzten fünf Wochen herbeigesehnt. Nicht zuletzt an unserer Santa-Lucia-Feier, die von einem rauhen Schneegestöber begleitet wurde. Alle Gesichter hellten sich schlagartig auf, als sie den grünen Bulldog mit seiner riesigen Schaufel und den großen Lampen endlich am Horizont ausmachen konnten. So schauen sonst nur Kinder, wenn sie an das Christkind denken 😉

Für uns ist Herr Löffler unser Christkind des Jahres. Er hat dafür Sorge getragen, dass alle wohlbehalten zu ihrem Ziel kamen. Schade nur, dass andere ihre Hausaufgaben nicht gleichermaßen pflichtbewußt gemacht haben. So war weder der Rodelhang noch die Loipe gespurt, was bei vielen Besuchern Unverständnis und großes Mißfallen auslöste.

In Anbetracht der Tatsache, dass die vergangenen Winter eigentlich keine waren ist dieser Umstand nicht nachvollziehbar. Nicht zuletzt mit dem Wissen darüber, dass die Ansprüche der Gäste immer höher werden. Hier muss schnellstmöglich umgedacht werden, sonst wandern die Gäste an andere Orte ab, wo sie einfach optimalere Bedingungen vorfinden.

Auch wenn seine Dienste bei dem derzeitigen Tauwetter nicht gefragt sind und seine Einsätze somit längst wieder in Vergessenheit geraten sind, möchten wir es nicht versäumen uns an dieser Stelle nochmals recht herzlich bei Familie Löffler für ihre unermüdlichen Einsätze zu bedanken.

An dieser Stellen wünschen wir ihnen für das bevorstehende Weihnachtsfest ein paar ruhige und besinnliche Stunden im Kreise ihrer Familie!